Bietigheim Traube

Ukraine-Krieg: Bietigheimer Wirt erweist dem Frieden einen Bärendienst

„Der Boykott des Wirts trifft genau die, die eigentlich unschuldig sind.“ Mit diesen Worten kritisiert der sicherheitspolitische AfD-Fraktionssprecher Hans-Jürgen Goßner MdL das Vorhaben eines Bietigheimer Restaurantbesitzers, russische Bürger künftig nicht mehr in sein Lokal zu lassen.  „Dieses Vorhaben ist zurecht kritisiert worden, entspricht aber leider dem herrschenden Zeitgeist. Wenn etablierte Medien wie BILD plötzlich Bilder aus anderen Kriegen und Katastrophen recyceln, ja sich Phoenix für Übersetzungsfehler entschuldigt – dann ist klar, dass irgendwann die Emotionen überkochen. Das zeigt auch die Überwachung des Lokals, damit es nun zu keinen Straftaten kommt. Das Zündeln muss ein Ende haben, wir müssen endlich auf allen Ebenen zurück zur Vernunft.“

Goßner warnte zudem vor den sicherheitspolitischen Folgen: „In unserem Land leben seit einigen Jahrzehnten mit den Spätaussiedlern Menschen, die direkt von diesem Konflikt betroffen sind. Sie stammen sowohl aus der Ukraine als auch aus Russland und haben hier bisher friedlich miteinander gelebt. Das soll auch so bleiben und darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Dies ist kein Krieg zweier Völker, sondern ein Konflikt zweier Regimes. Der Restaurantbesitzer hat ja selbst eingeräumt, dass nicht alle Russen schuld an diesem Krieg sind. Er wolle ja lediglich ‚ein Zeichen setzen‘. Ich frage mich, was das für ein Zeichen ist – und für wen. Dem Frieden erweist er mit diesem blinden Aktionismus auf jeden Fall einen Bärendienst.“

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