Blume soll Antisemit sein

Nach Antisemitismus-Vorwurf: Kretschmann muss Blume sofort beurlauben

Der religionspolitische Sprecher der AfD Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Goßner, zeigte sich entsetzt über die Nennung des baden-württembergischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume in der „Global Anti-Semitism 2021 Top Ten“, einer Liste der weltweit zehn größten Antisemiten, des Simon-Wiesenthal-Centers. Demnach soll Blume 2019 einen Facebook-Post geliked haben, in dem Zionisten mit Nazis verglichen werden. Weiterhin wird ihm vorgeworfen, antijüdische, antiisraelische und verschwörerische Twitter-Accounts geliked und retweetet zu haben.

Sollten sich die Vorwürfe gegen Blume erhärten und als zutreffend herausstellen, müsse Ministerpräsident Kretschmann den Antisemitismusbeauftragten von seinem Posten abberufen: „Ein Festhalten an Blume wäre dann, als ob man zur Trockenlegung eines Sumpfes die Frösche befragte“, sagte Goßner. Als Sofortmaßnahme forderte Goßner, den Antisemitismusbeauftragten bis zur Klärung der Vorwürfe zu beurlauben.

Die Empörung der Israelitischen Religionsgemeinschaften (IRG) in Baden-Württemberg über die Nennung Blumes in der „Global Anti-Semitism 2021 Top Ten“ weist Goßner zurück: „Der Staatsvertrag mit den Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg sieht eine Zahlung des Landes von über 800 Euro pro Mitglied und Jahr vor1. Da darf und muss die Frage nach politischer Unabhängigkeit gestellt werden. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“

 

1 https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/heimat-integration/staat-religion/bawue_juedische_gemeinden.pdf;jsessionid=7FB4BD1A7C46689550104627FE61FB90.1_cid364?__blob=publicationFile&v=1

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